......mein Unternehmergeist erwachte und ließ mich nicht mehr zur Ruhe kommen. Ich verließ die Firma, holte meinen Gehaltsscheck ab und gründete meine eigene Firma .... Urban Research Corp.
John Naisbitt Wien Zukunftsforscher
Eigentlich muss man verrückt sein, wenn man Unternehmer werden will: 12 bis 14 Std. Arbeit pro Tag, kein Urlaub, wenig, kein Privatleben. Man riskiert Freunde und Partner zu verlieren. Morgens als Erste, abends der Letzte. Von Buchhaltung etwas verstehen und von der Bilanz. Steuerrecht, Arbeitsrecht, Vertragsrecht, Marketing und Personal führen.
Aber trotzdem gibt es in unserer Gesellschaft eine Extremkategorie: alpine Bergsteiger, Rennfahrer, Marathonläufer, Trapezkünstler....die dem Unternehmer ähneln, eben " Exstremsportler mit masochistischem Einschlag". Menschen die mehr im Gründertum sehen, als nur ökonomische Ziele. Und diese Menschen braucht die Gesellschaft... als Gründer.
Aus "Kopf schlägt Kapital" v.Prof. G. Faltin Carl Hanser Verlag München
Erfolgsfaktoren für Existenzgründer
Im persönlichen Bereich bedeutet Existenzgründung einen signifikanten Wandel mit veränderter Risiko- Exposition.
Die Führung eines Unternehmens bedeutet die Steuerung eines komplexen Gebildes mit vielfältigen Anforderungen aus den verschiedensten Kompetenzbereichen.
Der Übertritt in die Selbständigkeit erfordert neben spezifischer Fachkompetenz ein hohes Maß an Sozial- und Methodenkompetenz. Die Fähigkeit in bisher unbekannten Fachgebieten steuerungsrelevante Vorgänge erfassen und bewerten zu können ist eine häufig unterschätzte zusätzliche Herausforderung.
Unterstützung (Mentoring) durch kompetente Unternehmerpersönlichkeiten sind ein geeignetes Mittel, Risiken einer Neugründung signifikat zu reduzieren.
Support bei Marktanalysen, Businessplanerstellung.....
Aufbau Strukturen
Aufbau Controlling-/Steuerungsinstrumente
Etablieren von Prozessen, Aufgabenbeschreibungen....
Personalmanagement
Operationalisierung der Ziele und Werte
Marketingpläne
Cash- Management
Rollierende Unternehmensplanung
Risiko- Management/ Krisen-Management
> weitere Begleitung (s. auch Coaching)
Selbständigkeit als Chance und nachhaltiger Erfolgsfaktor
In 2007 haben die Neugründungen gegenüber 2006 leicht (um 1.5 Prozent) abgenommen. Schwerpunkt der Neugründungen: Dienstleistungsgewerbe, IT Unternehmen, BioChemie. Am stärksten in den Bundesländern Sachsen und Hamburg. Gute Standorte für neue Firmen sind Hamburg, Baden-Württenberg, Bayern. Allerdings liegt die BRD im Vergleich der Firmengründungen mit anderen Staaten noch hinten. Australien, USA, Spanien sind da erheblich aktiver.
Stichwort: Unternehmensbeteiligung als Motivations- und (Firmen) Bindungselement
Es ist ökonomisch vernünftig, wenn die Bezahlung der Beschäftigten nicht statisch ist, sondern sich am Erfolg der Firma und - daraus resultierend - auch an der Leistung der Mitarbeiter orientiert. Symposium: Unternehmer Existenzgründer München 2007
Die direkte Beteiligung am Kapital (Gesellschafter) ist die effizienteste Methode zur Sicherstellung des Unternehmenserfolges.
Die Sinnhaftigkeit der Kapitalbeteiligung durch Arbeitnehmer liegt in der (direkten) Beteiligung an ihrem Unternehmen . Zukünftige, signifikante Erträge bilden allerdings die Voraussetzung.
Die gängisten Beteiligungssysteme ( Unternehmen in ihrer Gesamtheit -Anzahl der Tochter-/Beteiligungsgesellschaften zählen als e i n e Firma -Fa- , Mitarbeiter -MA-):
Belegschafts - Aktie 610 Fa 1.4 Mio MA
Genussrechte 390 Fa 120 000 MA
Direkte, stille Beteiligung 970 Fa 250 000 MA
Indirekte, stille Beteiligung 407 Fa 93 000 MA
Mitarbeiter Darlehn 590 Fa 115 000 MA
GmbH Beteiligung 230 Fa 7 000 MA
Genossenschaft 340 Fa 17 000 MA
Insgesamt am Firmenkapital sind somit ca. 2.0 Mio Mitarbeiter ( = 6 Prozent der Erwerbstätigen ) mit einem Beteiligungswert von ca 13. Mrd. Euro beteiligt und verbunden. Aber nur ca. 1.2 Prozent der deutschen Unternehmen ( von ingesamt knapp 3.0 Mio ) nutzen eine Kapitalbeteiligung durch ihre Mitarbeiter.
Betroffene zu Beteiligten, Mitarbeiter als ein wichtiger Teil des Unternehmens
"Um in Deutschland ein besseres Klima für mehr Gründungen zu schaffen, muss die Politik langfristig in Bildung und Forschung investieren und vorbildliche Rahmenbedingungen für Gründer ermöglichen" sagt INSM Geschäftsführer Max Höfer.
INSM (Initiatve Neue Soziale Marktwirtschaft) hat die gründerfreundlichsten Regionen in Deutschland ermittelt. An der Spitze steht Hildesheim mit 8,8 Neugründer pro 100 Einwohner, Ingolstadt liegt mit 8,02 an achter Stelle in Deutschland.